Einige bemerkenswerte Flüge

Hier bietet sich die Gelegenheit einige interessante Flüge, die von den Startplätzen des PGC Steiermark gestartet wurden, darzustellen. Wer auch immer etwas zu berichten hat, möge eine Email und, wenn mit GPS dokumentiert wurde, einen log-File an den Webmaster schicken.

Einen Overlay-File bzw. einen log-File erhält man:

Streckenflug von Gerhard Kreuzig

Datum: 15.6.02 Pilot: Gerhard Kreuzig
Anlaß: Clubmeisterschaft 2002, Task 1, WP Rechberg
Fluggerät: Argon 24 - NOVA
Startplatz: Schöckl SO
Landeplatz: Krieglach
Zeit: 13:14 - 16:05
Dauer: 2:51
Distanz: 43,3 km
Max. Höhe: 2420 m
Max. Steigen: 5.1 m/s
Max. Sinken: 4.8 m/s
Akkum. Steigen: 5571 m

 

Die Aufgabe wurde nach gewohnt ausgiebiger Diskussion auf einen relativ nahen Wendepunkt festgelegt, um einerseits den erfahrenen Wettkampfpiloten den thermisch üblicherweise intensiveren Weg über die rote Wand offen zu halten und andererseits den ambitionierten Streckenfliegern und Nachwuchstalenten einen östlicheren Weg in eventuell bekannteres Fluggebiet (Schulungsgelände Tober) anzubieten.

Wie den Aufzeichnungen zu entnehmen, haben beide Varianten an diesem Tag ihre Tücken wie auch Highlights. Das Rennfeld bietet Markus & Martin satte Steigwerte bis 7 m/s und eine Basis um 3000m - idealer Ausgangszustand für die Mürztalquerung Richtung Norden. Die Zwei fliegen mehr oder weniger das obere Mürztal ab. Das gibt die weitesten Strecken dieses Durchgangs mit 54 und 46 km (OLC Kriterien ca. 90 und 60 km!!).

Das Weiterfliegen vom Wendepunkt in östlichere Richtung scheint mir vorerst von der stärkeren Wolkenbildung her attraktiver (Rechberg ca. 14:00). Im Schlepptau von Günter die Basis etwas vorzeitig bei 2400 m verlassend folgt jedoch prompt die Ernüchterung. Hinter dem Gelderkogel Richtung Osser nur Sinken. Also zurück zum Gelderkogel und Hangwetzen - auf bessere Zeiten warten. Nach ca. 20 min geht es dann doch wieder aufwärts. Wolfi, der zum Bewerbsstart offensichtlich zu spät gekommen ist, holt mich schließlich an der Basis ein. Ich will nicht nochmals in Absaufgefahr kommen und drehe noch im schwachen Steigen, auch um zu überlegen, wo der nächste Aufwind sein könnte, denn die Gegend hinter der Teichalm ist mir ziemlich unbekannt. In Windrichtung leuchtet eine markante Spitze (wie ich der Karte nun entnehme der Hochschlag) im sonst recht raren Sonnenlicht, den visieren wir an. Unterwegs, direkt über dem Breitenauer Graben gibt es einen Nullschieber, in dem ich ein bißchen zuwarte, um Wolfi beim Verifizieren des vermeintlichen Aufwindspenders zu beobachten. Zuerst am Hang aufsoarend und schließlich über dem Gipfel aufdrehend entschwindet er Richtung O. Also auf zum Hochschlag. Der Bart dort ist eher von der inhomogenen Art und eckt ganz schön. Bei etwas über 2400 m ist er dann aus, die Wolken sind noch relativ weit weg. Vielleicht ist das auch gut so, denn diese ziehen scheinbar aus Richtung N-NO, der Versatz des Bartes geht aber eher Richtung O-NO. Der nächste Bart steht an einer Talgabelung nahe Stanz unter einer zum Schluß schon recht schwarzen Wolke - knappe 2300 m, genug um über die Stanglalm nach Krieglach zu gleiten. Zwischendurch kommen mir zwar Bedenken, weil die Waldrücken unter mir sehr flach und lange ins Mürztal abfallen und ich auch etwas Gegenwind messe - ganze 2 Mini-Almen bieten unrealistische Landechancen. Aber ein letzter schwacher Bart mitten über dem Wald gibt nochmals beruhigende 150 m, das reicht.